Villa La Angostura (Los Arrayanes)

Nach zwei ausgedehnten Wanderungen in drei Tagen gönnen wir uns hier ein wenig ausserhalb des Städtchen Villa La Angostura im gemütlichen Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Hostel Cerro Bajo einen ruhigen Tag.

Wie bereits angekündigt haben wir am 27. Oktober den Cerro Otto (Berg Otto), den Hausberg von Bariloche "bestiegen". Die Besteigung erfolgt über eine 6 km lange stetig ansteigende Schotterstrasse. Eigentlich keine grosse Herausforderung, wäre da nicht dieses schwere Gewicht am Rücken. Yanis hat die meiste Zeit schlafend in seinem Rucksack verbracht. Erschwerend kommt der Patagonische Wind hinzu, der einem hier wirklich andauern und unnerbittlich entgegen bläst.
Endlich oben und nach einem kurzen Pick-Nick haben wir uns auf einen heissen Kaffe oder Tee im Refugio "El Berghof" gefreut. Aber als wir dieses Bergrestaurant betraten, sassen da nur zwei junge Typen in der nähe des Feuers und assen etwas, ansonsten wirkte die Hüte ziehmlich verlassen und kalt. Naja irgendwie wir die Hütte im Moment nicht bewirtschaftet und wenn wir das richtig verstanden haben, wollen diese beiden Typen die Hütte renovieren. Auf jeden Fall haben sie uns zu einer heissen Schockolade und Pan Tostada (auf dem Ofen ver... ähm angebranntes Brot) mit Dulce de Lecce (Caramelcreme) eingeladen.
Nach einer Weile nahmen wir noch die die letzten 800 Meter in Angriff. Auf dem Berg oben gibt es eine Gondelbahn, die uns nach unten bringen hätte sollen. Denn wir sind ja genung gelaufen für diesen Tag. Aber eben, hätte sollen! Da war kein Mensch und so blieb uns nichts anders übrig als die 6 km hinuter zu marschieren. 

Mit etwas müden Knochen haben wir dann am 28. fürs erste von Bariloche verabschiedet und sind mit dem Bus weiter nach Villa La Angostura gefahren. Was für ein Wetter. Bei uns würde man so etwas April Wetter nennen. Zwei Tage vorher T-Shirt Wetter und jetzt Schnee regen. Kaum zu glauben. Da lohnt sich die Siesta wenigstens.

Am Sonntag, dem 29. ist uns das Wetter wieder etwas besser gesonnen und wir können uns nach einem Mini-Frühstück auf den Weg machen. Zu Fuss, wie auch sonst mit Yanis im Huckepack laufen wir ca. eine Stunde zum Hafen an den Lago Nahuel Huapi. Da wollen wir den "Parque Nacional Los Arrayanes" besichtigen, der auf der Halbinsel Quetrihué liegt. Hier gibt es noch kleine Bestände von den patagonischen Arrayán Bäumen, Myrtenbäume, die man an ihrer zimtfarbenen Rrinde erkennt. Mit dem Schiff gehts ans Ende der Halbinsel und dann per Pedes 12 km zurück an den Anfangspunkt. Als wir dann schon fast im Dunkeln wieder am Hafen ankommen, will Nicole auf keinen Fall noch eine Stunde zum Hotel laufen. Also besorgt sie uns ein Taxi. Die Hafenaufsicht persönlich bestellt es für sie. Nach einer Suppe und einer ausgiebigen Dusche fallen wir in einen Komma ähnlichen Schlaf.

Wie schon gesagt heute gönnen sich die Erwachsenen etwas Erholung für die geschundenen Muskeln und Knochen und Yanis hat etwas Zeit um zu Spielen und die Rutschbahn vor dem Hotel auszuprobieren.

Parque de Arrayanes 1