Quiero

Hier nocheinmal das Gedicht, dass wir während der Zermonie, nicht ganz ohne Pannen :-), vorgelesen haben. Es stammt von Jorge Bucay, der 1949 in Buenos Aires, Argentinien, geboren wurde und als Psychiater und Gestalttherapeut in Argentinien, Mexiko und Spanien tätig ist.

Übrigens die letzten zwei Zeilen sind auch auf der Innenseite unseres Eheringes eingraviert.

 

Ich will, daß du mir zuhörst, ohne über mich zu urteilen
Quiero que me oigas sin juzgarme

Ich will, daß Du Deine Meinung sagst, ohne mir Ratschläge zu erteilen
Quiero que opines sin acensejarme

Ich will, daß du mir vertraust, ohne etwas zu erwarten
Quiero que confies en mi sin exigirme

Ich will, daß du mir hilfst, ohne für mich zu entscheiden
Quiero que me ayudes sin intentar decidir por mi

Ich will, daß du für mich sorgst, ohne mich zu erdrücken
Quiero que me cuides tin anularme

Ich will, daß du mich siehst, ohne dich in mir zu sehen
Quiero que me mires sin proyectar tus cosas en mi

Ich will, daß du mich umarmst, ohne mir den Atem zu rauben
Quiero que me abraces sin asfixiarme

Ich will, daß du mir Mut machst, ohne michzu bedrängen
Quiero que me animes sin empujarme

Ich will, daß du mich hältst, ohne mich festzuhalten
Quiero que me sostengas sin hacerte cargo mi

Ich will, daß du mich beschützt, aufrichtig
Quiero que me protejas sin mentiras

Ich will, daß du dich näherst, doch nicht als Eindringling
Quiero que te acerques sin invadirme

Ich will, daß du all das kennst, was dir an mir mißfällt
Quiero que conozcas las cosas mías que más te disgusten

Daß du es akzeptierst, versuch es nicht zu ändern
Que las aceptes y no pretendas cambiarles

Ich will, daß du weißt.....daß du heute auf mich zählen kannst...
Quiero que sepas...que hoy puedes contar conmigo...

Bedingungslos.
Sin condiciones.

(Jorge Bucay)